Ushuaia – Das Ende der Welt

09.11-11.11.2017 Tag 124-126
In Ushuaia angekommen beziehen wir unser Hotel, welches sehr zentral in der Haupteinkaufsstraße liegt. Wir schlendern die Straße auf und ab und gönnen uns ein spätes Mittagessen bei Tante Sara. Am Abend entscheiden wir uns für einen nicht ganz günstigen Ausflug mit dem Segelboot am nächsten Tag. Schon früh müssen wir aufstehen, leider verpassen wir das Frühstück in unserem Hotel. Auf dem Weg zum Treffpunkt holen wir uns noch schnell einen Coffee to go und einen Brownie, den wir am Treffpunkt auch schon direkt verspeisen. Hier Treffen wir auf zwei weitere deutsche Pärchen. Katharina und Julian und Julia und Tobias. Das unglückliche Los mit 6 Deutschen unterwegs zu sein hat eine Japanerin gezogen. Wir geben uns zwar Mühe unsere Konversationen für sie in englischer Sprache zu führen, jedoch gelingt uns dies nicht immer. Zu siebt geht es los. Wir fahren eine gute Stunde mit dem Auto zum Anlegeplatz unseres Segelbootes. Am Ufer werden wir in zweier Gruppen mit einem kleinen Schlauchboot zu unserem Segelschiff gefahren.  Kaum sind wir komplett geht es auch schon los. Wir versammeln uns in der Kajüte und werden erst mal in das Schiff und die Sicherheitsvorkehrungen eingewiesen, währen das Schiff schon mal langsam aus der Bucht schippert. Kurze Zeit später dürfen wir die Kajüte verlassen, doch schon schnell geht einer nach dem anderen wieder in die Kajüte um sich die vom Veranstalter zur Verfügung gestellten gelben Segeljacken und Hosen anzuziehen. Wir haben zwar Glück mit dem Wetter, trotzdem ist es mit dem auffrischendem Wind doch empfindlich kalt auf dem Schiffchen. So sitzen wir alle im Partnerlook dick eingemummelt um das gehisste Segel herum und genießen die vorbeiziehende Landschaft. Doch der Wind flaut ab, so dass die Seegel schon bald wieder eingeholt werden und wir uns mit dem Motor des Schiffes weiter fortbewegen. Schon bald erreichen wir unser erstes Ziel, die Pinguininsel. Da zur Zeit Nistzeit ist sehen wir nur vereinzelte Pinguin Männchen die am Strand herum watscheln und ganz putzig aussehen. Natürlich dürfen wir nicht aussteigen, denn wir wollen die Pinguine nicht beim Nisten stören. Zum Glück gibt es noch einen zweiten Spot um Pinguine zu beobachten, denn hier sehen wir nicht wirklich viel. Am zweiten Spot sind wir erfolgreicher, hier beobachten wir sogar zwei verschiedene Pinguinarten, wie sie am Strand herum watscheln und sich ab und an zu Nahrungssuche in die Fluten stürzen. Leider fängt es plötzlich aus heiterem Himmel stark an zu regnen und wir warten den Schauer im Inneren des Bootes bei heißer Schokolade ab. Doch das soll es noch nicht gewesen sein. Als alle Fotos geschossen sind verlassen wir die Pinguininsel und schippern weiter zu unserem nächsten Spot. Der Regen hat sich verzogen und wir kommen sogar in den Genuss einiger Sonnenstrahlen. Der nächste Spot ist eine kleine Insel mit unzähligen Comoranen die ebenfalls gerade beginnen ihre Nester zu bauen. Schon auf dem Weg zur Insel begegnen uns einige Vögel, die ihre Schnäbel mit Gras vom Festland gefüllt haben und zur Insel fliegen.
Schon aus der Ferne können wir das rege Treiben auf der Insel beobachten. Zwischen den Comoranen sitzt noch die ein oder andere Möwe. Wir beobachten das bunte Treiben eine Weile und schießen unsere Fotos. Schon bald geht es weiter und wir halten Kurs auf die nächste und letzte Insel. Wieder ein verhältnismäßig kleiner Felsblock mitten im Wasser. Diesmal ist er von Seelöwen bevölkert, die sich zum Teil über und untereinander auf die kleine Insel quetschen. Auch die Seelöwen bekommen Besuch von der ein oder anderen Möwe, die zwischen den teilweise fetten Leibern der Seelöwen noch einen Platz auf der Insel ergattert haben. Nachdem alle Fotos geschossen sind und wir den Meeresbewohnern eine weile zugeschaut und ihren Schreien gelauscht haben, machen wir uns langsam aber sicher auf den Rückweg. Wir tauschen uns mit den beiden anderen deutschen Pärchen unsere Reiseerlebnisse aus und stellen fest, dass Tobias und Julia, einer ähnlichen Route folgen wie wir. Kurzer Hand entscheiden wir die beiden einen Weile mitzunehmen. Ehe wir uns versehen neigt sich unser spannender Segeltörn dem Ende zu und wir erreichen unsere Ausgangsbucht früher als uns lieb ist. Wir sind uns alle einig, dieser Ausflug hat wirklich Spaß gemacht. Pärchenweise werden wir wieder mit dem kleinen Schlauchboot an Land gebracht, wo auch schon der Kleinbus wartet, welcher uns wieder zurück nach Ushuaia bringt. Mit Julia und Tobias gehen wir noch eine Kleinigkeit essen und verabreden uns gleich zu Abendessen in der Nähe unseres Hotels. Beim Abendessen schmieden wir Pläne für den nächsten Tag. Wir wollen in den nahegelegenen Nationalpark um dort ein bisschen zu wandern. Doch am nächsten Tag werden unsere Pläne durch den aufgezogenen Dauerregen vereitelt. Wir verbringen also einen faulen Tag, schreiben Postkarten und schlemmen am Nachmittag bei Tante Sara Kaffee und Kuchen. Julia und Tobias haben wir bei Tante Sara knapp verpasst, jedoch treffen wir die beiden am Abend zum Essen und um den weiteren Verlauf unserer Reise zu planen.
Am nächsten Morgen holen wir die Beiden um kurz nach 10 an ihrem Hostel ab und machen uns auf den Weg nach Punta Arenas.

Ein Kommentar zu “Ushuaia – Das Ende der Welt

  1. Kathi

    Hallo ihr beiden Midlifecruiser,

    vielen Dank für den Bericht und die famosen Fotos von unserem kleinen Segelausflug! Wir freuen uns, dass Ihr das alles so detailliert festgehalten habt, v.a. die watschelnden Pinguine.

    Viele Grüße aus München nach Neuseeland
    Julian & Kathi

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