El Calafate nach Bariloche

Von El Calafate nach Bariloche 16.11.-23.11.2016 Tag 131-138
Vor uns liegen zwei lange Fahrtage. Wir wollen weiter bis Esquel. Tobi und Julia, die eigentlich von El Calafate aus mit dem Bus nach Puerto Madryn fahren wollten, entscheiden sich sehr zu unserer Freude noch bis Esquel mit uns zu fahren. Da wir leider kein Langstrecken Bus sind, werden wir die Fahrt nicht in einem Tag schaffen und so versuchen wir am ersten Tag lediglich ins 750 km entfernte Perito Moreno (nicht mit dem Gletscher zu verwechseln) zu kommen. Da wir uns nicht ganz sicher sind, ob wir es wirklich soweit schaffen, buchen wir vorsichtshalber mal noch keine Unterkunft und fahren einfach los. Tapfer fährt Marius die ersten 400 km nach denen wir eine kurze Pizza-Pause einlegen um zu entscheiden, ob wir noch weiter fahren. Es sind noch gut 350 km- Wir sind hart und entscheiden uns für die Weiterfahrt. Allerdings mit Fahrerwechsel, so dass ich in den Genuss komme das erste Mal seit Beginn unserer Reise hinterm Steuer zu sitzen. Schnell buchen wir noch eine Unterkunft in Perito Moreno und schon sind wir auch wieder auf der Straße. Am Abend erreichen wir Perito Moreno beziehen mal wieder ein 4-Bettzimmer und sind glücklich heute soviel Strecke geschafft zu haben. Noch satt von der Pizza, schenken wir uns das Abendessen und gehen relativ zügig zu Bett. Denn am nächsten Tag warten weitere 570 km bis Esquel auf uns. Nach der Erfahrung vom Vortag, wissen wir, dass wir die Strecke ohne Probleme schaffen werden und buchen uns ein nettes Ferienhäuschen mit 2 Schlafzimmern in Esquel, denn hier hatte es uns auf der Hinfahrt schon so gut gefallen und wir haben den beiden von unserem kleinen Ferienhäuschen vorgeschwärmt.
Ehe wir uns versehen, sind wir auch schon wieder auf der Straße. Da mir das Fahren am Vortag Spaß gemacht hat, gönnt sich Marius für die nächsten 350 km eine kleine Pause und ich fahre das erste Teilstück unserer Tagesetappe.
Am frühen Nachmittag erreichen wir Esquel ohne Zwischenfälle. Hier bleiben wir 2 Nächte bevor sich unsere Wege nun endgültig trennen werden. Wir kaufen ein und beziehen unser kleines Ferienhäuschen. Das Wetter ist hervorragend und so verbringen wir den restlichen Tag auf der Terrasse. Am Abend kochen Julia und ich lecker Spaghetti Bolognese und verbringen den restlichen Abend bei einer guten Flasche Wein und einer Partie Rome.
Am nächsten Morgen schlafen wir aus und verwöhnen uns mit einem leckeren, ausgedehnten Frühstück. Gegen Mittag fahren wir nochmal ins Städtchen um die Busfahrkarten für die Beiden nach Puerto Madryn zu kaufen. Ihr Bus fährt am nächsten Tag um 22:00 Uhr. Dann heißt es wirklich Abschied nehmen. Den Rest des Tages chillen wir auf unserer Terrasse. Ich spiele mit Tobi einen kleinen Kanaster-Marathon, Julia liest und Marius kann endlich nach Herzenslust sein Computerspiel spielen. Was für ein entspannter Nachmittag. Am Abend gibt es die Reste vom Vortag und wir lassen unseren letzten gemeinsamen Abend gemütlich ausklingen.
Leider können Marius und ich nicht verlängern, so dass wir am nächsten Morgen unsere 7 Sachen zusammen packen und die beiden zum Busbahnhof bringen. Wir nehmen Abschied, dankbar und glücklich über die gemeinsame Zeit und Marius und ich machen uns ungewohnter Weise allein auf unseren Weg ins nur 290 km entfernte Bariloche. Auch an dieser Stelle möchten wir uns nochmal herzlich bei Julia und Tobias für die schöne, gemeinsame Zeit bedanken. Es war wirklich toll und hat uns viel Spaß gemacht. Wir wünschen euch eine gute Weiterreise nach Puerto Madryn und vor allen Dingen, dass ihr die Wale zusehen bekommt.
Ohne Zwischenfälle kommen wir in Bariloche an und fragen bei dem Hotel, welches wir am Morgen bei Booking gesehen hatten nach einem Zimmer. Es ist sogar günstiger als bei Booking und, da wir direkt 3 Nächte buchen, erhalten wir einen zusätzlichen Rabatt. Somit ist das Hotel nur 150 ( knapp 10 EUR) teurer als der Campingplatz, was die Entscheidung für das Hotel recht einfach macht.
Hier verbringen wir dann noch insgesamt 4 Nächte und erholen uns ein bisschen von unserem Roadtrip. Wir planen unsere Weiterreise, gammeln einfach nur rum und vertreiben uns die Zeit mit Lesen oder Computerspielen. Nach vier Tagen steht der Plan für unsere Weiterreise, ein paar Zeilen für den Blog sind geschrieben, zwei Berichte und das von Marius geschnittene Video zur Death Road sind online. Zeit weiterzuziehen und sich auf die letzte Etappe Richtung Mendoza zu begeben.

 

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