Glacier National Park Perito Moreno

Von Puerto Natales nach El Calafate 14.11.2016 Tag 129
Wie gewohnt schlafen wir hervorragend in unserem 4er Zimmer und brechen am nächsten Tag auf nach El Calafate. Wieder tanken wir unsere Auto voll, geben noch das letzte chilenische Geld in der Tankstelle aus und halten Kurs auf das knapp 400 km entfernte El Calafate. Kaum 30 km gefahren erreichen wir wieder die Grenze zu Argentinien. Leider wird immer noch gestreikt. Wir warten also wieder einmal gute 2 Stunden an der Grenze bevor wir nach Argentinien einreisen dürfen. Glücklicherweise, sind die Grenzer durch das erhöhte Arbeitsaufkommen nach einem Streikfenster nicht mehr so scharf und winken uns nach einer kurzen Blick in unseren überfüllten Kofferraum durch. Wir sind also wieder in Argentinien unsere Unterkunft haben wir bereits am Morgen vor der Abfahrt gebucht und so verläuft der Rest unserer Tagesetappe entspannt und ohne weitere Zwischenfälle. Am Nachmittag erreichen wir unser Hotel und beziehen unsere Doppelzimmer. Danach machen wir uns zu fuß auf den Weg in das kleine, hübsche, doch sehr touristische Städtchen. Auch hier informieren wir uns noch schnell, wie wir am besten zu unserem Ausflugsziel, dem Perito Moreno Gletscher am nächsten Tag kommen. Wir wollen auf jeden Fall eine Bootstour zum Gletscher machen. Auch hier wird uns wieder schnell klar, dass wir den Ausflug auf eigene Faust mit unserem Auto machen werden. Und wieder einmal schätzen wir die Flexibilität und die Unabhängigkeit die wir durch unseren Mietwagen erlangt haben. Es ist noch recht früh am Abend als wir uns auf die Suche nach einem Restaurant machen. Einige haben noch geschlossen, andere sind uns zu teuer. So schlendern wir durch El Calafate bis wir endlich eine Restaurant nach unserem Geschmack gefunden haben. Hier entdecken Julia und ich den bisher leckersten Rotwein unserer Reise Bravio ein Cabernet aus dem Hause Uxmal in Mendoza. Lecker!!! Julia bekommt endlich ihre vegetarischen Empanadas und auch der Rest ist zufrieden mit dem Essen. Wir sind uns einig, hier gehen wir morgen nochmal essen. Den Abend lassen wir auf unserem Zimmer mit einem Fläschchen Rotwein, was leider nicht so lecker schmeckt, ausklingen.

Glacier National Park Perito Moreno -15.11.2016 Tag 130
Mittlerweile ganz ungewohnt geworden haben wir dennoch ganz gut in unseren Doppelzimmern geschlafen. Auch wenn es des Nachts doch recht kalt in den Zimmern geworden war. Für die nächste Nacht, werden wir einfach nach einer weiteren Decke fragen. Wir machen uns also wieder einmal mit gefülltem Tank auf dem Weg zum Glacier Nationalpark. Schon auf dem Weg zum Bootsanleger erhaschen wir immer wieder einen atemberaubenden Ausblick auf die zerklüftete Eiswand am Horizont. Für 300 Pesos umgerechnet knapp 20 Euro buchen wir eine 2,5 Stündige Bootsfahrt zum Gletscher und dann geht es los. Das Boot biegt um eine Landzunge und wir strömen mit den anderen Passagieren raus an Deck. Was wir hier zu sehen bekommen ist einfach unglaublich schön! Bis auf 300 Meter fahren wir an die gigantische Eiswand die in den unterschiedlichsten Blautönen regelrecht strahlt. Wieder einmal stehen wir andächtig vor einem Naturwunder und staunen. Als dann noch ein Eisbrocken von der gut 70 Meter hohen Eiswand krachend ins Wasser stürzt, können wir uns vor Begeisterung kaum halten. Jetzt stört uns auch der Regen nicht mehr. Wir schießen ein Foto nach dem anderen und sind einfach nur dankbar so etwas schönes sehen und erleben zu dürfen. Langsam lässt auch der Regen nach und der ein oder andere Sonnenstrahl kämpft sich durch die Wolken und lässt die unterschiedlichen Blautöne noch schöner strahlen. Die Zeit auf dem Boot vergeht wie im Flug und ehe wir uns versehen, sind wir auch schon wieder auf dem Rückweg. Zufrieden steigen wir wieder in unser Auto und fahren zum nahegelegenen Aussichtspunkt um noch weitere Fotos von diesem faszinierenden Naturschauspiel zu schießen. Vom Parkplatz des Aussichtspunktes bringt uns ein Kleinbus auf den nahegelegenen Berg, von dem aus sich km lange Stege mit immer unterschiedlichen Blickwinkeln auf den Gletscher erstrecken. Hier verbringen wir weitere 2 Stunden und bestaunen diese unglaublich schöne Eiswand. Gut 300 Fotos später machen wir uns langsam auf den Rückweg und sind wieder einmal zufrieden mit diesem tollen Tagesausflug. Zurück in El Calafate fahren wir auf direktem Weg zu unserem Restaurant vom Vorabend, welches leider noch geschlossen hat. Etwas unschlüssig schlendern wir die Hauptstraße entlang uns entscheiden uns für ein anderes Restaurant. Glücklicherweise ist mein ursprünglich ausgewähltes Essen nicht verfügbar, so dass ich mich kurzerhand, genau wie Marius, für das Pfeffersteak entscheide. Und endlich erhalten wir ein perfektes Stück Rindfleisch, nach dem wir bisher in Argentinien vergeblich gesucht hatten. Scheinbar exportieren sie doch nicht alles ins Ausland 😉 Ein witziger Zufall will es, dass sich am Nebentisch eine deutsche Gruppe niederlässt. Völlig begeistert empfehlen wir das Pfeffersteak gleich weiter. Tobi kramt sein Handy raus und zeigt uns ein Foto. „Meint ihr auch, dass das die Frau am Nebentisch ist?“ Ja, das ist sie. Und so stellt sich heraus, dass die ehemalige Bürgermeisterin von Halle heute Abend im selben Restaurant zu Abend ist wie wir. Was für ein Zufall, ist sie doch zusätzlich auch noch die ehemalige Nachbarin von Tobis Eltern. Witzig.
Zurück im Hotel erhalten wir unsere zusätzlichen Decken und die wirklich hilfsbereite Rezeptionistin heizt für uns noch mal richtig ein. Was für ein toller Tag, denken wir und schlafen dankbar und zufrieden ein.

 

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